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Im Herzen von SupportWizardMan22. Mai 2005. Wodurch ist das Datum gekennzeichnet? Mindestens dadurch, dass an dem Tag das nachste Derbyspiel Spartak – CSKA stattfand. Ist das kein triftiger Anlass? Naturlich ja, aber das Interessanteste ist, dass wenn wir uns an das Spiel erinnern, so haben wir vor den Augen in erster Linie nicht das hochst volle Stadium „Luzniki“ (ca. 65000) und sogar nicht das brutale Ergebnis (1:3), sondern das schiefe Leinen, ausgebreitet aus kleinen Papierstuckchen auf dem Sektor B5 mit so jedem Spartakfan leiblichen Buchstaben „OUKB“
Dass wir die Bedeutsamkeit von diesem Geschehen auswerten konnen, mussen wir die Vergangenheit erwahnen und sich die Situation im russischen Fußball und auf der Ultrasbuhne allseitig ansehen. Obwohl wozu das, wenn jeder von uns die dunklen Zeiten der 90-er auf seiner eigenen Haut gespurt hat. Eigenwilligkeit von Milizleuten, niedriges Lebensniveau, Hass zu Gegnern, der sogar in der Luft zu spuren war – das alles ist uns bekannt und nicht zu vergessen. Zu UdSSR-Zeiten wurdest du vom Stadium am Fanschal oder am Fanmerkzeichen rausgebraucht. In 90-er wurdest du einfach rausgebracht. Genauer gesagt nicht rausgebracht, sondern rausgeschmissen. Mittels Schuhen mit Stahlkappen und Schlagstocken aus Gummi. Diejenigen, die in dieser Situation Kraft in sich hatten, Fu?ballspiele „dagegen“ zu besuchen, an dabei von der Miliz nicht geschlagen zu sein, konnten alternativ den gegnerischen Hools begegnen, die Anzahl von denen, wahrscheinlich, sogar die Anzahl von gewohnlichen Fußballzuschauern uberwog. Das Wort Fußball stand fest neben solchen Begriffen, wie: Angst, Hass, Extrim … Aber etwa dafur wurde dieses großes Spiel zur Welt gebracht? Etwa das wollte jeder, der einmal und fur Ewigkeit ein Teilchen von sich selber der Raute, dem Stern, dem Pfeil etc. gegeben hat? Warum werden die Stadien voll, wozu werden Spiele im Fernsehen gezeigt, wozu veranstaltet man die internationalen Meisterschaften? Fur ein Fest. Fur die Emotionen, die es uns schenkt. Weil ja jedes Fußspiel, an dem die Lieblingsmannschaft teilnimmt, ein Fest ist. Ein Fest, das damals uns entnommen wurde. Im Prinzip, sich an das Alte und um so mehr auf das Bose zu erinnern, ist eine undankbare Sache. Beschranken wir uns auf die Schlussfolgerung, und dafur nehmen wir ein Zitat aus der letzten Ausgabe von UN: „Fans sind verstorben. Willkommen Hools? Das war zum Jahrtausendwechsel. So weiter zu leben und so unvollstandig seine Mannschaft zu lieben, war nicht mehr moglich. Ein Mensch kampft am starksten dafur, was in der Tiefe seiner Seele entsteht. Deswegen erst die massenhaften Schlagereien gegen die Miliz, dann gegen die Gegner fuhrten allmahlich dazu, dass die zersplitterte Fanmenge bestimmte Ergebnisse erreicht hat: Erreichen von eigenen Rechten und Freiheiten auf dem Stadium und Organisation innerhalb der Bewegung. Und was kann den Leuten einfallen, die aufrichtig seinen Klub lieben, die durch gemeinsame Ziele und Aufgaben vereinigt sind, und die dabei letztendlich gewisse Freiheit auf dem Sektor erhalten haben? Adaquate Leute wollen nun eins: seine Liebe durch die Taten bestatigen. Fußball wieder zu einem Fest machen. Eben diese Grunde haben die Rot-Weißen zur Auskopplung aus ihrem Niveau einer Gruppe von Aktivisten aufgeregt, die unterstutzt von fuhrenden Fangruppen mussten so machen, dass es wahrend der Spiele „Des Großen und Machtigen“ (wie man im bekannten Lied singt) auf den Tribunen nicht weniger „groß“ und „machtig“ wird. Also: am 22. Mai 2005, das aktive Teil von rot-wei?er Offentlichkeit ist erstmal organisiert auf der Ultrasbuhne Russlands aufgetreten. Selbst der Name Fratria erschien in demselben Jahr, etwas spater. Und nahmlich am 28. Oktober 2005, die Fuhrer von rot-weißer Fanbewegung haben in einer Versammlung den Namen der neuen Organisation ausgedacht und obsigniert. So wurde „Fratria“ zur Welt gebracht! Die Geschichte des Namens der Organisation erzahlen euch am besten ihre geistigen Inspiratoren. Wir beschranken uns aber auf den kurzen Ubersicht daruber, was Fratria in diesen zwei Jahren in das Leben eines einfachen rot-weißen Fans und uberhaupt der ganzen Ultrasbuhne Russlands gebracht hat. Mit diesem Zweck teilen wir unseren Ubersicht in zwei Kapitel auf: Support der Mannschaft und Organisation von Fans. Support. Performance.Das bescheidene „OUKB“ aus Pappestuckchen laut den Worten eines der Fratriafuhrers: „hat Fleischfanoffentlichkeit buchstablich gesprengt und die hat geantwortet: Wir wollen es! Wir wollen Shows nicht schlechter als in Europa veranstalten!“ (с). Es blieb nun stauen, wie es fast ohne Erfahrung bei der Durchfuhrung von Ultrasaktionen den Fratriern zusammen mit allen Spartakfans gelang, Schritt fur Schritt, praktisch von Spiel zu Spiel die visuelle Ausstattung von Tribunen auszubessern. Das nebenfußballische Banner beim Derbyspiel gegen CSKA, Modulherzchen (idealer Form!!!) + Fahnen + Papierschlangen gegen Zenit, Pyrotechnik in Jaroslavlj – das alles hat fruher keine Analoge gehabt, das war auch kaum zu glauben wahrend der Season. Man dachte, wie man nun ohne Erfahrung ohne spezielle Programme die ganze Fanterrasse erst auf dem Lokomotiv-Stadium und spater auf dem Luzhniki-Stadium zusammenbinden kann und das genugende Leinen ausbreiten? Es wurde festgestellt, man kann! Und als Apotheose – Performance mit 20 000 Leuten! Das war zum ersten Mal nicht nur im Spartak-Milieu, sondern auch im ganzen Russland.
Es ist zu betonen, dass solch hervorragende Ergebnisse ohne personliche Anstrengungen von jedem Menschen, der auf den Sektor kam, nicht moglich waren. Und sobald die Mannschaft von Match zu Match besseres Spiel zeigte (was sich auch auf die Tabelle auswirkte), so ließen positive Emotionen zusammen mit dem Stolz auf die gemachte Arbeit und dem Wunsch die Gegner hinter sich zu lassen keinen Menschen gleichgultig und bald wurden die Modulshows von „Fleisch“ zur Visitenkarte von Rot-weißen Ultras. Dass alles auch mit großer Lust gemacht wurde, kam die notwendige Erfahrung dazu. Die Season 2006 hat neue Aufforderungen hervorgerufen, die mit Vergnugen angenommen wurden. Das war doch die erste Euroseason fur „Spartak“ nach vielen Jahren der Zerruttung! Naturlich musste man sich auch außer der Champions Liga um den Performancestand in Russland kummern. Und das erste Spiel in der Gruppe hat sich durch die fur Fratria und Tribune B von „Luzhniki“ damals beste Vorfuhrung gekennzeichnet. Der dunkle Monch mit der Feueraufschrift: „Segne, Gott, Spartak!“ haben einfach im rot-weißen Milieu Ekstase aufgerufen und bei den Gegnern den tierischen Neid.
Aber auch hier haben wir den „Teerloffel“ gehabt. Die als Hintergrund schwarzen Module benutzt waren auf der Terrasse zu bosem Spa?, insbesondere mit vorhandenen Feuerzeugen. Das verbrannte Papier hat bei der Miliz und Feuerwehrleuten Zorn hervorgerufen. Als Folge wurden die Module verboten. Das war schmerzhaft. Weil als nachster Auftritt von Spartak-Ultrasfans die gro?eren Module geplant wurden, was auch Bilder besserer Qualitat und Genauigkeit erlauben konnte. Die verbotenen Papierstuckchen mussten Luftballons ersetzen (spater „Scharegi“ genannt). Und obwohl es erst schien, dass darunter Performance von Rot-Weißen leiden wird, hat alles wie in einem russischen Sprichwort „wenn es an Gluck fehlt, kann Ungluck auch behilflich sein“ geklappt. „Scharegi“ im Spiel gegen „Zenit“ ausprobiert, hat Fratria deren großte Performance durchgefuhrt. Im Champions Liga Spiel gegen Inter wurden mehr als 200 000 Luftballons verwendet! 3 Bilder abhangig von der Tribune! Der hollische Donner von geplatzten nach der Verwendung Ballons! Das war wahnsinnig! Gezwungen wegen der Große von „Luzhniki“ alles riesig zu veranstalten, haben die Rot-Weißen sich selber uberrascht. Und 20 000 rote und weiße T-Shirts im Spiel gegen „Sporting“ schienen nicht mehr unreal. Die großen Module wurden letztendlich 2007 wieder an der Reihe, sie wurden im Derbyspiel gegen Erzfeinde verwendet. Der Versuch wurde hundertprozentig als erfolgreich genannt. Wenn wir noch unvorstellbare Feuershow in Jaroslavlj und uberhaupt den hochsten Stand (unter den Mannschaften in Premier Liga) von Auswartsperformance in Betracht nehmen, kann man sagen, dass Fratria in Sicht der farbigen Ausstattung von Tribunen nicht nur den Spartakfans an die Spitze des russischen Ultrasolympus zu steigen geholfen hat, sondern uberhaupt zum Muster der Nachahmung fur Viele wurde. Als Ausbesserungsbereich konnte man fur Rot-Weiße nun nur den Bannerkrieg nennen. Fur heikle Witze und Auslachen von Gegnern waren 2005-2006 CSKA und Zenit anerkannte Schrittmacher, was naturlich die Anhanger von Spartak nicht befriedigen konnte, die sich wie immer danach strebten, auf allen Bereichen die Besten zu sein. Ende 2006-Anfang 2007 hat das Gesamtbild wesentlich besser gemacht, aber, meinetwegen, hat Fratria und andere Initiativgruppen in dieser Richtung noch viel und hart zu arbeiten. Jetzt zu Support. Erst hatten die Shows auf den Tribunen viel mehr Kraft und Zeit als Lautunterstutzung fur sich gebraucht, und auf die wurde auch mehr Aufmerksamkeit bei der Vorbereitung und Durchfuhrung von Aktionen gelenkt. Man kann nicht sagen, dass in Anfangsstufen der Formation von Spartak-Ultraskultur das Singen schlimm war. Nein, ab und zu hat die Tribune B ziemlich gute von Qualitat und Laut her gesehen Unterstutzung geleistet. Das Problem lag am Repertoire. Aufrufe und Lieder bekannt noch von den UdSSR-Zeiten waren wahrend der Season teilweise immer mehr zu langweilig, teilweise passten nicht zu der Situation, teilweise wurden von der Offentlichkeit nicht angenommen. Außerdem, als die 2 Serben die Mannschaft verließen haben, musste Fratria noch auf minimum 2 Lieder und Aufrufe verzichten und die Situation wurde noch schwieriger. Zu Ehre von allen rot-wei?en Fans wurden die notwendigen Ma?nahmen rechtzeitig getroffen. Der in der Winterpause durchgefuhrte Wettbewerb, wobei das beste Lied ausgewahlt wurde, aktive Zusammenarbeit mit europaischen Ultrasorganisationen haben Fratria erlaubt, vor dem Beginn der Season 2007 sogar 3 neue Lieder der neuen Generation zu prasentieren: mit Singen, Beifallklatschen und Springen. Das eine davon: „Spartak Moskau! Meine Liebe!“ wurde ohne Zweifel zum Hit und zum besten Lied der ganzen Fratriageschichte. Außerdem nahm 2007 das aktive Teil von rot-weißer Offentlichkeit Richtung der Ausbesserung vom Singen, manchmal auch auf Kosten der Performance. Aber diese Politik anscheinend rechtfertigt sich ganz, weil wenn den 20 Tausend Leuten das gemeinsame und laute Singen beigebracht wird, brauchte man dann die Performance nicht immer. Die Organisation von FansViel uber die Unterstutzung der Mannschaft im Stadium erzahlt, wollte man auch auf die andere Aspekte der Tatigkeit von Fratria Aufmerksamkeit lenken, die vor Fratria kaum zu erfullen war. Die Rede ist von der Organisation der Spartakfans in einen einheitlichen Organismus und von Aktionen, mit deren Hilfe immer mehr neue Fußballzuschauer nicht nur auf die Tribunen von „Luzniki“ kommen, sondern auch bei den Auswartsspielen seine Mannschaft unterstutzen. Das Fanmilieu ist sehr heterogen in sich selbst. Das weiß jeder. Gruppen von verschiedenen politischen Einstellungen, verschiedenen Prinzipien und Fußballvorstellungen, Ansichten auf die Aktionen, die außerhalb des Stadiums durchgefuhrt werden – das alles kommt auf einem Sektor vor. Und alle lassen ein Teilchen von sich selber bei jedem Spiel da, auf dem Feld. Alle leben und wissen Bescheid, dass eine bestimmte Ecke in ihrem Herzen fur immer rod-weiß bleibt. Leider aber nicht immer finden alle Bemuhungen und sogar Opfer von Fans die Unterstutzung bei denen, den das alles gewidmet ist. Und manchmal wird sogar Widerstand geleistet und man hort Krankungen seitens Mannschaftsleitung. Es gibt 2 Auswege aus solcher Situationen: verschweigen, die Beleidigung verschlucken und wieder blod ins Stadium kommen und mit Fahnen fuchteln oder seine Position aussprechen und versuchen, diese an den Adressaten naher zu bringen. Gerechnet damit, dass Fußball als Spiel fur Fans vorgesehen ist, kann man leicht erraten, dass Fratria fur solche Situationen die Vorgehensweise Nr. 2 ausgewahlt hat. Alles begann genauso bescheiden: Banner „Man hat uns in Nahodka vergessen“, 500 Leute, die das Spiel gegen Lokomotiv zur Unterstutzung von unserem Kapitan Dmitry Alenitschev verlassen haben, Aktionen gerichtet gegen Starkov (und seine zukunftige Abberufung) – das alles hat allmahlich die Rot-Weißen auf den Gedanken gebracht, dass ein Fan nicht nur kann, sondern auch muss seine Meinung uber die Situation im Klub aussprechen und je nachdem die Situation sogar beeinflussen. Es blieb weniges zu machen. Die Leute organisieren. Leider hat man ganz schnell den Anlass zur Probewiedergabe der Volksstimmung gefunden, direkt am Anfang der Season 2007. Das fahle Spiel der Mannschaft, Verlust von ersten Trophaen, Konflikt mit dem Presse-Attache der Mannschaft und seine unadaquate Reaktion haben Fratria angeregt, eine Protestaktion am Tage des Derbyspiels gegen Dynamo zu organisieren. Zu beschreiben, wie alles gelaufen war, hat, denke ich keinen Sinn. Weil alle alles wissen und weil ALLES gelungen war! Nicht jeden Tag sprechen die Medien mehr nicht uber das Spiel und Ergebnis selbst, sondern uber die Aktion, die von Fans durchgefuhrt wurde. Wichtig ist aber nicht das. Wichtig ist, dass jeder, der auf den Sektor kam, trotz der streitbaren Entscheidung 30 Minuten bei solch einem prinzipiellen Spiel zu schweigen, sich selber bekampfen konnte, und die Einigkeit, die an dem Tag in Dynamo herrschte, wurde nicht zerstort. Wir haben alle damals gespurt, dass zusammen wir vieles tun konnen.
Und vielleicht nicht zufallig, namlich dann begann Spartak nicht nur zu spielen, sondern wurde bald ganz oben in der Turniertabelle und bleibt oben auch heute. Vielleicht nicht zufallig schrien die Fans sogar nach dem Durchfall in Russia Cup nicht „Blamage“, sondern sangen und unterstutzten die Mannschaft? Warum? Weil sie Kampfgier und Bestreben von Spielern sahen, und spurten, dass eigene Bemuhungen nicht umsonst sind. Es ist eine ubliche Meinung, dass sich alles mit der Zeit zeigt. Meiner Meinung nach kann Fratria als Macht, die alle Fans vereinigt, schon heute bewertet sein. Und als Nachspeise muss man uber Fratria selbst als Organisation erzahlen. Beginnend mit einem Kreis von Gleichgesinnten, mit Geldbetteln „bei der ganzen Welt“ fur Performancedurchfuhrungen, mit einer einfachen Web-Seite und Forum ist Fratria derzeit die erfolgreichste und unabhangige Fanorganisation Russlands. Finanzielle Unabhangigkeit von der Mannschaftsleitung und Beitragen ist zur Folge der fehlerlosen Tickets- und Marketingspolitik bei dem Verkauf von eigenen Materialien. Das riesige Interesse im Milieu von einfachen Fußballzuschauern als Folge der geschulten und interessanten Aktionen, Wettbewerben und gut organisierten Auswartstouren. Schritt fur Schritt entwickelnde Web-Seite mit dem besten Besuchsergebnis und einzigartigem und standig ausbesserndem Inhalt. Das eigene Buro, mit Hilfe dessen die aktuellen Probleme von Fans schneller und flexibler gelost werden. Das alles, trotz der unvermeidbaren vorlaufigen Verfehlungen und Fehlbetrage, hat Fratria wirklich zur Macht gebracht, die fahig ist, die Vorstellungen uber Fußball und Fans in Russland und auf der ganzen Welt zu andern. Das alles ist moglich, wenn wir zusammen sind. Und das sind keine schonen Worte. Das ist Wahrheit, die sich durch Taten bewahrt hat.
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Premier Liga 2010
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